Teror- Pilgerort im Norden
Die Kleinstadt Teror liegt im Norden der Atlantikinsel Gran Canaria, im Inselinneren. Sie liegt inmitten einer grünen Hügellandschaft in einer der wasserreichen Gegenden der Insel. Auch die Stadt selbst ist sehr grün, mit vielen Pinien und verschiedenen Kakteenarten. In der kleinen Pilgerstadt leben heute etwa 13.ooo Menschen.
Teror ist für die Bewohner Gran Canarias ein bedeutsames religiöses Zentrum und ein Pilgerort. Gläubige Einwohner pilgern von Las Palmas nach Teror um dort die Patronin Gran Canarias, die Virgen del Pino, um die Heilung von Krankheiten zu bitten oder ihr Geschenke zu bringen. Der Name der Patronin, „Virgen del Pino“ bedeutet auf Deutsch „Jungfrau von der Pinie“.
Die Virgen del Pino soll einst einigen Schäfern an einer Pinie erschienen sein, um die Einwohner zum Christentum zu bekehren. Papst Pius erklärte sie 1914 zur Schutzheiligen Gran Canarias. Am 8. September jedes Jahres wird das Fest der Virgen del Pino gefeiert, dann besuchen besonders viele Pilger die Stadt. Die Feierlichkeiten dauern eine ganze Woche und sind das größte religiöse Fest auf Gran Canaria.
Das Zentrum des Pilgerortes ist die Basilica de Nuestra Senora del Pino aus dem 16. Jahrhundert. Sie wurde im Jahr 1777 im ursprünglichen, barocken, Stil wieder aufgebaut, nachdem sie zuvor zweimal zerstört wurde. Die wichtigste Sehenswürdigkeit in der Kirche ist ein Standbild der Schutzpatronin aus dem 15. Jahrhundert. Der Altar der Kirche ist reich geschmückt mit mehreren kostbaren Holzfiguren der Jungfrau Maria.
Hinter der Basilika steht ein über 16 Meter hoher Drachenbaum. Er soll schon seit mehreren Jahrhunderten dort wachsen und gehört zu den ältesten Bäumen auf Gran Canaria.
An dem zentral gelegenen Platz Nuestra Senora del Pino liegt die ehemalige Residenz der Herren über das Patronat der Senora del Pino. Der imposante Bau stammt aus dem 16. Jahrhundert, im Inneren ist heute ein Museum untergebracht. Dieses zeigt eine vielfältige Sammlung traditioneller kanarischer Alltagsgegenstände und den Reichtum der einstigen Besitzer. Auch alte Gemälde und Waffen sind hier zu sehen.
Das Stadtzentrum Terors ist im altkanarischen Stil gehalten, hier befinden sich einige der am besten erhaltenen alten Gebäude der Insel. Der Pilgerort ist schon lange eines der wirtschaftlichen Zentren von Gran Canaria, hier lebten schon im Mittelalter reiche Händler- und Handwerkerfamilien. Die prunkvollen Bürgervillen und Adelsresidenzen sind in großer Zahl erhalten und verleihen der Innenstadt ihren ganz eigenen Charme.
Typisch für diese traditionellen Bauten sind ihre kunstvoll geschnitzten Balkone aus dunklem Holz und die Familienwappen an den Mauern. Das gesamte Zentrum der Stadt steht unter Denkmalschutz und ist sehr gepflegt.
Die meisten Touristen besuchen Teror und dessen Sehenswürdigkeiten im Rahmen eines Tagesausflugs, große Hotelanlagen gibt es so in der Stadt kaum. Bekannt ist der Ort für seine Süßwaren- Produktion. Die Süßwaren werden traditionell von den Nonnen des Zisterzienserordens hergestellt. Auch Chorizos, die bekannten spanischen Würste, werden in Teror hergestellt. Die ganze Vielfalt der einheimischen Produkte können Besucher auf dem Sonntags statt findenden Wochenmarkt kennen lernen.
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