San Nicolas de Tolentino
Der Ort San Nicolas de Tolentino liegt im Nordwesten der Insel Gran Canaria.
Im Gegensatz zu vielen anderen Orten auf Gran Canaria oder den anderen Kanarischen Inseln, herrscht hier noch ein eher sanfter und noch im Aufschwung befindlicher Tourismus. Dies liegt in erster Linie daran, dass sich die Ferienzentren Gran Canarias eher im Süden oder Osten der Insel befinden und die Nord- und Nordwestküste erst etwas später von Urlaubern "entdeckt" wurde.
Deshalb leben die Mehrzahl der knapp 8.500 Bewohner San Nicolas de Tolentino wie schon ihre Vorfahren von der Landwirtschaft. Vor allem Tomaten werden in der Gegend um San Nicolas de Tolentino in sehr großen Stil angebaut. Doch auch Plantagen von anderen Obst-und Gemüsearten sind dort anzutreffen.
Eine größere Anzahl der Bewohner ist jedoch auch in der Gastronomie- und Tourismusbranche tätig und einige Bewohner besitzen zudem eine Ferienwohnung, welche an Urlaubern vermietet werden. Doch am Häufigsten wird San Nicolas de Tolentino als Tagesausflugsziel angesteuert. Denn einige Sehenswürdigkeiten und Attraktionen welche für Cran Canaria typisch sind befinden sich in San Nicolas de Tolentino oder liegen in unmittelbarer Nähe des Ortes.
Der weit über den Kanarischen Inseln hinaus bekannte Botanische Garten Catualdea, welcher eine unzählbare Zahl an verschiedenen Kakteenarten beherbergt ist in jedem Fall ein Besuch wert. Es ist einer der größten Kaktusgärten in ganz Europa.
Etwas weiter südlich erhebt sich die Felsformation Los Anzulejos. Markant an diesem Gebilde ist die charakteristische grüne Farbe, welche durch eine chemische Verbindung von Eisen und Natrium hervorgerufen wird. Das Alter der Gesteine in dieser Region Gran Canarias wird auf ein Alter von über 14 Millionen Jahren geschätzt.
In der Nähe des Ortes befindet sich das Naturschutzgebiet Guyguy (in der alten Sprache der Guanchen die Bezeichnung für Felsküste). Es ist nur nach einer längeren Wanderung von dem Ort Tasartico durch die Berge zu erreichen. Bekannt wurde das Gebiet wegen den dort liegenden Stränden, die in der klassischen Hippie-Zeit der 1960er und 1970er Jahre zum Ziel von Hippies und anderen Aussteigern wurden.
In den dortigen Höhlen und anderen vorhandenen Unterschlupfmöglichkeiten lebten zeitweise über 500 Menschen, zumeist Hippies.
Eine andere Besonderheit ist, dass der Sand der Strände nurbei Ebbe zu sehen ist. Bei Flut sind sie komplett mit Wasser bedeckt und wenn in den Monaten zuvor die Küste von Stürmen heimgesucht wurde, ist selbst bei Ebbe nichts zu sehen, da der Sand dann in das Meer gespült worden ist.
In den etwas weiter landeinwärts liegenden Bergen stößt man auf viele Stauseen, welche aus Gründen der Wasserversorgung und der Bewässerung der
Obst- und Gemüseplantagen angelegt wurden. Sie sind zugleich Ziele für Wanderungen in der schönen Berglandschaft Gran Canarias.
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