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Ihr Reiseführer für Gran Canaria

Casa de Colón

- ein Palast für Kolumbus, Kunst und viel Geschichte


Ob Kolumbus tatsächlich jemals im „Casa de Colón“ in Las Palmas war, das konnte bisher niemand beweisen. Kolumbus soll, als er am 9. August 1492 in Las Palmas mit seinen Schiffen „Santa Maria“, „La Pinta“ und „La Niña“ Zwischenstation machte, hier übernachtet haben, als man an seinen Schiffen einige Reparaturen ausführen musste.

 

Es kann aber, wie gesagt, lediglich eine Legende sein. Doch das spielt auch keine große Rolle, denn dieses Museum bietet so viel an Sehenswertem – und der Eintritt ist kostenlos -, dass sich ein Besuch immer lohnt. Schon alleine das herrliche Gebäude mit seinen beiden Innenhöfen und insgesamt 15 Ausstellungsräumen ist wegen seiner typischen kanarischen Bauweise ein kleiner architektonischer Schatz. Erbaut wurde es bereits im 15. Jahrhundert und war die Residenz des Statthalters des Königs von Spanien. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurde es neu erbaut.

 



Der Palast „Casa de Colón“, ist so zu einem der sehenswertesten Gebäude geworden, das die Stadt Las Palmas zu bieten hat. Ein wunderschön verziertes Portal, Balkone und Holzdecken, die von einmaliger Schnitzkunst alter Meister zeugen, und ein begrünter Innenhof, der charakteristisch für die Architektur auf den Kanarischen Inseln ist. Und dann natürlich die Maskottchen des Hauses, die immer müde wirkenden Papageien in einer Ecke des Innenhofs, mit kanarischen Kakteen und Palmen.

Zu sehen sind natürlich Exponate, die in direktem Zusammenhang mit Kolumbus stehen. So zum Beispiel verschiedene Schiffsmodelle und der originalgetreue Nachbau einer Schiffskabine der „La Niña“, historische Navigationsgeräte, Seekarten aus dieser dieser Zeit, wunderbare Gemälde zur Schifffahrt und vieles mehr, das einen direkten oder indirekten Bezug zu Kolumbus hat.

 

Natürlich wird auch auf die Bedeutung der Kanarischen Inseln eingegangen, als Ausgangspunkt zu den Entdeckungsfahrten in die so genannte Neue Welt. Wegen der günstigen Winde und Strömungen waren und sind die Inseln ein idealer Ausgangspunkt für die Überquerung des Atlantiks - dies ist bis zum heutigen Tage so geblieben.

Doch noch etwas wird dem Besucher sehr gut vermittelt, es ist die Beschreibung der damaligen Zeit. Es war die Epoche des Aufbruchs, vor allem der Kirche, die die Entdeckungsreisen in jeder Hinsicht unterstützte, um danach eine eher unrühmliche Rolle zu spielen. Auf jeden Fall, das zeigt die Ausstellung ganz deutlich, war ganz Europa in Aufbruchsstimmung.

Um das Bild von Südamerika vor Kolumbus darzustellen, hat man in einem separaten Raum archäologische Fundstücke aus Mexiko, Kolumbien, Ecuador und anderen Ländern zusammengestellt. Diese Ausstellungsstücke vermitteln einen guten Eindruck über das damalige Leben der südamerikanischen Indianer.

 

Hier kann der Besucher sehr interessante plastische und figürliche Darstellungen der Mayas und Azteken, der Zapoteken und der Völker aus dem Gebiet von Oaxaca bewundern. Es sind überwiegend Nachbildungen archäologischer Funde, die im Original im Archäologischen Museum in Mexico City ausgestellt sind.

 



In diesem wunderschönen Haus wird deutlich, dass die Kanarischen Inseln nicht nur Haltestelle für die Reisen nach Amerika waren, sondern wichtigste Stationen für den Handel zwischen der Alten und der Neuen Welt.

 

Deutlich wird auch, dass die ersten spanischen Siedler in Amerika überwiegend Bürger der Kanarische Inseln waren. Und nachweislich waren es Kanarios, die zahlreiche Städte und ganze Länder gründeten und damit das Gesicht Amerikas wesentlich prägten. Dies wird nicht ohne Stolz in der „Casa de Colón“ in vielfältiger Weise dargestellt.

 

 




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