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Artenara- der Ort der Höhlenmenschen


Das Bergdorf Artenara liegt im Zentrum der spanischen Insel Gran Canaria. Man erreicht es über eine enge Gebirgsstraße von der aus man an vielen Stellen einen schönen Ausblick auf die malerische Berglandschaft der Insel hat.

 

Die Inselhauptstadt Las Palmas ist etwa 50 Kilometer von Artenara entfernt, mit dem Auto braucht man aufgrund der Straßenverhältnisse ungefähr eine Stunde um die Ortschaft zu erreichen.
Artenara befindet sich im Norden der Caldera de Tejeda auf einer Höhe von 1250 Metern. Damit ist es der am höchsten gelegene Ort auf Gran Canaria und ein beliebtes Ziel für Besucher.


Die Siedlung von Artenara existiert bereits seit der Steinzeit, Artenara ist nicht nur der höchste sondern auch einer der ältesten Orte auf Gran Canaria. Bekannt ist das Dorf für seine Wohnhöhlen von denen viele seit der Steinzeit existieren. So sind viele der Häuser noch heute in Felshöhlen hinein gebaut. Die Fassaden der kleinen Häuser des Dorfes sind dabei bunt verziert und bemalt.

 

 

 

Die Höhlenhäuser sind bis heute bewohnt und zum Teil sehr modern eingerichtet. Aus diesem Grund wird Artenara von vielen auch als der Ort der Höhlenmenschen bezeichnet. Unweit von Artenara befindet sich die bedeutsame archäologische Fundstätte Acusa, hier sind steinzeitliche Wohnhöhlen und Gräber zu sehen. Auch die Grabanlagen wurden in den rötlichen Fels des Gebirges gebaut. Artenara bietet Besuchern die Möglichkeit sich über die Geschichte Gran Canarias und die Lebensweise der Ureinwohner der Insel zu informieren.


Auch die Kirche La Ermita de la Cuevita, eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Ortes, wurde in eine Höhle gebaut. Vor ihrem Eingang befindet sich ein Turm aus Holz, an ihm ist die Glocke der kleinen Kirche befestigt. Diese wurde im 17. Jahrhundert errichtet. In ihrem Inneren ist eine bekannte Statue der Jungfrau von Cuevita zu sehen, sie ist die Schutzpatronin des Ortes.

 

Ihr zu Ehren findet jedes Jahr am Ende des Monats August ein großes religiöses Fest in Artenara statt. Dabei gibt es eine Prozession und einen nächtlichen Fackelzug durch das Zentrum des Dorfes. Im Rahmen des Festes findet auch ein Fahrradrennen von der Hauptstadt Las Palmas bis nach Artenara statt. Da die Jungfrau von Cuevita die Schutzheilige der Folkloregruppen Gran Canarias ist treten im Laufe der Feierlichkeiten auch Folklore- Vereine und Tanzgruppen von der ganzen Insel in ihren bunten Trachten auf.

 

 


Das Restaurant Méson la Silla befindet sich ebenfalls im Inneren einer Höhle. Man betritt es durch einen kleinen Tunnel, im Inneren ist es das ganze Jahr über angenehm kühl. Die Terrasse der Méson la Silla bietet einen schönen Ausblick auf die imposanten Berge Roque Nublo und Roque Bentaya. In den traditionellen Restaurants des Dorfes werden vor allem deftige Spezialitäten serviert, die Küche besteht vor allem aus Wildgerichten. Die Jagd hat in dieser Region Gran Canarias eine lange Tradition.


Im Zentrum von Artenara, direkt am Dorfplatz, befindet sich die kleine Pfarrkirche Iglesia de San Matias. Am Dorfplatz gibt es mehrere kleine Restaurants, Bars und Cafés. Bekannt ist Artenara auch für seine Kunsthandwerk. Vor allem Keramikprodukte werden hier noch heute mit der Hand hergestellt und in den kleinen Läden des Dorfes werden zum Teil kunstvoll gefertigte Einzelstücke angeboten.

 

 




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